Tipps & Tricks

Hier findest du nützliche Infos und diverse Tipps und Tricks, die dich bei der Umsetzung deines CityLabs unterstützen.

Weniger ist mehr

In Projekten mit Jugendlichen neigt man häufig dazu, sich zu viel vorzu-nehmen. Das kann der Gruppe dann im späteren Verlauf auf die Füße fallen und alle sind frustriert. Wenn ihr während der Planung denkt “Ach aber eigentlich könnte man dann ja noch…” - lieber nicht! Es ist besser am Ende noch Zeit für ein Spiel oder dergleichen zu haben. Schließlich soll das Ganze ja Spaß machen.

Transparenz

Gestaltet alles, was ihr als Leiter *innen abseits der wöchentlichen Treffen vor- und nachbereitet mög-lichst transparent für die Gruppe. So können die Jugendlichen das Projekt besser als Prozess verstehen und greifen. Und sie können auch eure Rolle und die Arbeit, die ihr investiert besser nachvollziehen. Erklärt ihnen also am besten immer kurz warum ihr was gemacht habt.

Zeitliche Flexibilität

Das Workshop-Konzept ist zwar auf 7 Sessions + das Aktionswochen-ende angelegt, jedoch ist diese Empfehlung nicht in Stein gemei-ßelt. Der Umfang des Projektes kann aufgrund diverser Umstände durch-aus variieren und sollte daher zeit-lich flexibel sein. Haltet euch also - wenn möglich - einen größeren Zeitraum für euer CityLab-Projekt frei, falls ihr es verlängern möchtet.

Jahreszeit

Grundsätzlich ist zu empfehlen, den Workshop und vor allem das Ak-tionswochenende im Frühling bis Herbst durchzuführen, da ihr dann mehr draußen machen könnt und so auch flexibler seid was die Umset-zung eurer Projektidee betrifft. Letztendlich kann man aber auch im Winter tolle Projekte machen (wie zum Beispiel einen kleinen Wintermarkt).

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Pädagogische Tipps

Verantwortung

Bei partizipativen Projekten ist es wichtig, mit den Jugend-lichen auf Augenhöhe zu sein und ihnen Verantwortung an-zuvertrauen. Gleichzeitig könnt ihr ihnen aber auch ein gewisses Maß an Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit zu-muten. Das zeigt, dass ihr nicht die “Bespaßer” seid, sondern die Gruppe verantwortlich dafür ist, dass der Laden läuft.

Alles kann, nichts muss

Das Wichtigste bei dem Workshop sollte sein, dass alle Be-teiligten Spaß haben. Wenn ihr also merkt, dass ihr oder die Jugendlichen vielleicht etwas zu perfektionistisch an die Sache rangehen, hilft es, einen Schritt zurück zu gehen. Denn zu viel Druck dahinter bremst aus und nimmt einem die Freude an der Sache.

Offenheit für das Endergebnis

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommen viele Dinge unerwartet. Man kann sich noch so gut auf alles vorbereiten - am Ende kommt es doch meistens irgendwie anders. Davon solltet ihr euch aber nicht abhalten oder frustrieren lassen. Wenn ihr euch auf das Unvorhergesehene einstellt, könnt ihr es euch ggf. sogar zu Nutze machen.

Der gesunde A*schtritt

Man kennt’s selber noch von früher: Gerne ist man in dem Alter ein bisschen vercheckt und auch mal antriebslos. Um das Stadtgestaltungsprojekt aber am Laufen zu halten und die Motivation aufrecht zu erhalten ist es umso wichtiger, das Potenzial der Jugendlichen herauszukitzeln und sie im übertragenen Sinne sanft in den A*sch zu treten.

Tipps für die Kooperation mit der Stadt

Ein Lächeln gibt ein Lächeln zurück

Der erste Kontakt mit der Stadtplanungsabteilung eurer Stadt oder ist sehr wichtig. Wenn ihr umfassend und freund-lich euch und euer Projekt vorstellt, dann bekommt ihr auch eher Offenheit und Freundlichkeit von der Stadt zurück. Und das wiederum ermöglicht euch mehr Spielraum bei der Umsetzung des Projektes.

Kooperationen

Die Stadtplanungsabteilung hat meistens sehr gute Kontakte zu anderen Vereinen, Institutionen und Firmen in eurer Stadt. Wenn ihr also beispielsweise Unterstützung oder Material benötigt, kann es sich durchaus lohnen, diese Kontakte anzufragen. So können auch für potenzielle zukünftige Projekte Kooperationen geschlossen werden.

Bürokratische Hürden

Nachdem ihr eure ersten Ideen an die Stadt herangetragen habt, kann es durchaus vorkommen, dass euch die Stadt rückmeldet, dass die Idee oder Teile davon nicht oder nicht in der Form umsetzbar sind, wie ihr euch das vorgestellt habt. Da hilft vor allem: Lasst euch davon nicht entmutigen und bleibt flexibel in eurer Einstellung zum Endergebnis.

Wenn alle Stricke reißen

Wenn alle Stricke reißen und die Verantwortlichen bei der Stadt nicht kooperieren wollen oder können, lasst euch davon nicht zwangläufig aufhalten. Man kann beispielsweise eine temporäre Installationen oder eine Guerilla-Aktion machen, bei denen klar ist, dass diese nicht dauerhaft das Stadtbild verändern.

Tipps zur Finanzierung

Städtische Zuschüsse

Wenn ihr oder euer Träger ein eingetragener Verein seid, dann könnt ihr bei eurer Stadt Zuschüsse für das Aktions-wochenende beantragen. Beachtet hierzu die entsprechen-den Vorgaben eurer Stadt. In der Regel belaufen sich die städtischen Zuschüsse zwischen 5 bis 10€ pro Tag pro Teilnehmer*in. Für Leiter*innen gibt es etwas mehr Geld.

Service-Clubs

Mit Sicherheit gibt es auch in eurer Umgebung einen oder mehrere ehrenamtliche Vereine, die ausschließlich dafür da sind, andere Vereine, nachhaltige und soziale Aktionen oder Veranstaltungen finanziell zu unterstützen. Diese Vereine nennen sich “Service-Clubs”. Meistens muss man sich und das Projekt dort erst einmal ausführlich vorstellen.

Gesonderte städtische Zuschüsse

In jeder Stadt wird eigentlich immer irgendwo saniert. Dafür hat die Stadt bestimmte Finanzierungstöpfe, mit denen sie die Maßnahme umsetzen. Wenn euer Projekt in dem Sanie-rungsgebiet liegt, kann möglicherweise auch euer Projekt aus diesem Finanzierungstopf bezuschusst werden kann. Es lohnt sich also das bei der Stadt zu erfragen.

Sparkasse

Möglicherweise gibt es in eurer Stadt auch eine Sparkasse oder ein anderes Geldinstitut, das man wegen einer finan-ziellen Unterstützung anfragen könnte. Diese Geld-Institu-tionen haben meist eigene Geldtöpfe für lokale und sozial nachhaltige Projekte. Fragt also auch gerne dort mal nach einer möglichen Förderung.