Methoden & Tools
Hier findest du eine Sammlung an vielfältigen Methoden und Tools, die du für dein CityLab nutzen kannst.
Unter Workshop hast du bereits einen Leitfaden an die Hand bekommen, mit dem du ein stadtgestalterisches Projekt mit deiner Jugendgruppe umsetzen kannst. Die dort angegebenen Methoden und Tools werden auf dieser Seite genauer erklärt und visualisiert.
Wichtig! Die Methoden und Tools aus dem Leitfaden sind lediglich eine Möglichkeit, das CityLab umzusetzen. Diese Sammlung beinhaltet noch diverse weitere Methoden und Tools. So kannst du euer Projekt ganz individuell nach euren Voraussetzungen und Bedürfnissen anpassen.
Einstieg und Moderation beim Liblar CityLab
Projekt-Sheet vom Liblar CityLab
Spiele
Bewegungspiele
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Zeit: 5-10 Minuten
Kategorie: Bewegung
Ziel: Mensch werden
Spielprinzip:
Wie der Name schon verrät, durchlaufen die Spieler*innen hier die verschiedenen Evolutionsstufen: Alle starten als Amöbe (kreisende Armbewegungen), dann wird man zum Fisch (Fischbewegungen), darauf folgt das Krokodil (ausladende Schnapp-Bewegungen), danach kommt der Affe (Affenbewegungen) und zu guter Letzt wird man Mensch (arrogant herumstolzieren). Die jeweilige Evolutionsstufe muss natürlich mit den entsprechenden Geräuschen untermalt werden.
Man steigt eine Evolutionsstufe auf, indem man ein anderes Individuum seiner Art findet und eine Runde Schnick-Schnack-Schnuck spielt. Der/die Gewinner*in steigt eine Stufe auf, der/die Verlierer*in steigt eine Stufe ab.
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Zeit: 5-10 Minuten
Kategorie: Bewegung (kann thematisch angepasst werden)
Ziel: Nicht rausfliegen
Spielprinzip:
Alle stehen in einem Kreis. Eine Person startet, zeigt auf eine andere Person im Kreis und ruft eine Rolle. Die Person, auf die gezeigt wurde (Person A) und die neben ihr stehenden Personen (Personen B + C) müssen diese Rolle dann ausführen. Wer verkackt fliegt raus.
Rollen:
Kotzendes Känguru: Person A bildet mit den Armen einen Kängurubeutel; Personen B + C kotzen in den Beutel
Mixer: Person A streckt die Arme nach oben über die Köpfe von Personen B + C; diese drehen sich als Mixerstäbe im Kreis
Toaster: Personen B + C fassen sich an beiden Händen und bilden den Toaster; Person A springt in der Mitte davon wie ein Toast hoch
Waschmaschine: Personen B + C bilden vor Person A einen großen vertikalen Kreis mit ihren Armen; Person A dreht dahinter wild ihren Kopf
James Bond: Person A ist James Bond und steht lässig mit Hand zur Pistole geformt da; Personen B + C sind die Bondgirls und stellen sich cool an seine Seiten
Die Rollen lassen sich ggf. an euer Projektthema anpassen. Zum Beispiel Das Klettergerüst mit den Kletter*innen oder die Bank mit Armlehnen. Werdet gerne kreativ!
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Zeit: 5-10 Minuten
Kategorie: Bewegung
Ziel: Teambuilding
Spielprinzip:
Alle stehen in einem Kreis. Dann schließen alle die Augen und gehen langsam und vorsichtig mit ausgestreckten Armen auf die Mitte des Kreises zu. Dort sucht sich jede Hand eine andere Hand ohne dabei die Augen zu öffnen. Wenn jede Hand eine andere gefunden hat, machen alle wieder die Augen auf. Versucht nun, ohne die Hände loszulassen den entstandenen Knoten zu lösen.
Spiele mit Bezug zum Thema
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Zeit: 10-15 Minuten
Kategorie: Thema
Ziel: Richtig raten
Spielprinzip:
In dem Spiel gibt es eine*n Moderator*in. Findet euch in 2-3er Gruppen zusammen. Eine Person ist Architekt*in und baut aus den anderen beiden Personen seine Ideen zu den folgenden Themen nach:
Lieblingsort in eurer Stadt
Lieblingstätigkeit in eurer Stadt
Lieblingsgegenstand in eurer Stadt
Größtes Problem in eurer Stadt
Hässlichster Ort in eurer Stadt
Die Moderator*in muss jetzt erraten was der/die Architekt*in mit dem Gebauten gemeint hat.
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Zeit: 10-20 Minuten
Kategorie: Thema
Ziel: Einstieg in das Thema Stadtgestaltung & Gedanken/Ideen anregen
Spielprinzip:
Alle sitzen in einer großen Runde. Jede*r überlegt kurz für sich was er/sie tun/verändern würde, wenn er/sie Bürgermeister*in wäre. Am besten nicht länger als 2 Minuten darüber nachdenken, sonst wirds unlustig. Was man tun würde, können ganz unrealistische und witzige Dinge sein oder aber ernst gemeinte Vorschläge für die Stadtgestaltung. Das ist jeder*m selbst überlassen.
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Zeit: 5-10 Minuten
Kategorie: Bewegung (kann thematisch angepasst werden)
Ziel: Nicht rausfliegen
Spielprinzip:
Alle stehen in einem Kreis. Eine Person startet, zeigt auf eine andere Person im Kreis und ruft eine Rolle. Die Person, auf die gezeigt wurde (Person A) und die neben ihr stehenden Personen (Personen B + C) müssen diese Rolle dann ausführen. Wer verkackt fliegt raus.
Rollen:
Kotzendes Känguru: Person A bildet mit den Armen einen Kängurubeutel; Personen B + C kotzen in den Beutel
Mixer: Person A streckt die Arme nach oben über die Köpfe von Personen B + C; diese drehen sich als Mixerstäbe im Kreis
Toaster: Personen B + C fassen sich an beiden Händen und bilden den Toaster; Person A springt in der Mitte davon wie ein Toast hoch
Waschmaschine: Personen B + C bilden vor Person A einen großen vertikalen Kreis mit ihren Armen; Person A dreht dahinter wild ihren Kopf
James Bond: Person A ist James Bond und steht lässig mit Hand zur Pistole geformt da; Personen B + C sind die Bondgirls und stellen sich cool an seine Seiten
Die Rollen lassen sich ggf. an euer Projektthema anpassen. Zum Beispiel Das Klettergerüst mit den Kletter*innen oder die Bank mit Armlehnen. Werdet gerne kreativ!
Post-It’s
Gut zum Ideen sammeln
Für schnelle Notizen
Können gut auf Plakaten angeklebt werden
Eignen sich auch als kleine Feedback-Zettelchen
Kreativ-Methoden
Ideen-Cluster
Die ersten unverbindlichen Ideen werden auf Post-It’s gesammelt und auf ein leeres Blatt geklebt. Dann werden sie gemeinsam nach Themenfeldern sortiert:
Begegnung
Barrierefreiheit
Kunst
Freizeit/Hobby
Inspirationsbilder
Helfen dabei zu erforschen was stadtgestalterisch alles möglich ist
Schau am besten bei Pinterest oder bei den folgenden Organisa-tionen: Helsinki Urban Art, Bruit du Frigo, Collectif etc & Bureau Detours
Projekt-Steckbrief
Schreibt gemeinsam nochmal alle wesentlichen Punkte zu eurem Projekt auf. Am besten notiert ihr die folgenden Aspekte auf einer Flipchart :
Was machen wir?
Wo machen wir es?
Warum machen wir es?
Für wen machen wir es?
Empfehlungen für Materialien
Fimo
Man kann natürlich jedwede Art von Knete verwenden
Gut, um seinen Ideen eine Form zu verleihen
Vor allem Gegenstände oder Möbel können da-mit gut geformt werden
Fotos vom Ort
Damit kann man sich auch ohne vor Ort zu sein das Projekt besser vorstellen
Macht Fotos vom Ort, den ihr gestalten wollt und druckt sie aus
Oder nutzt Street View Karten und Screenshots
Job-Börse
Mit dieser Methode könnt ihr bei der Umsetzungsplanung eure Rollen ver-teilen. Dazu bereitet ihr Jobkarten von denen die Teilnehmer*innen sich ihre Liebste aussuchen können:
Bau-Team / Gestaltungsteam
Kommunikationsteam
Foto-Team
Finanzteam
Gute Stifte
Mit guten Stiften macht es viel mehr Spaß seine Ideen auf’s Papier zu bringen
Schön ist es natürlich auch, wenn diese dann noch nachhaltig sind
Flipchart
Auf der Flipchart können alle wichtigen Dinge festgehalten werden
Am Ende des Work-shops könnt ihr auf eure Notizen vom Flipchart zurückblicken
Klemmbausteine
Gut, um seinen ersten Vorstellungen eine Form zu verleihen
Nur fürs grobe Aus-probieren geeignet
Eher nicht für detail-lierte Design-Konzep-tion geeignet
Projekt-Sheet
Für diese Methode legt ihr euch ein einfaches Heft mit 8 Seiten an, auf dem ihr in euren Rollen-Teams das Projekt anhand der folgenden Kate-gorien weiter konkretisieren könnt:
Funktionsklärung
Designskizzen & Bauplan
Materialliste
Kostenkalkulation
Fahrplan Aktionswochenende
Für die letzten Vorbereitungen für das Aktionswochenende ist es hilfreich Listen und einen Zeitplan anzulegen, um überprüfen zu können, ob an alles gedacht ist:
Material-/Werkzeugliste
Checkliste
Zeitplan
Impulsfragen
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Was ist mir wichtig beim Leben in der Stadt?
Welche Orte besuche ich gerne? Welche Orte würde ich gerne öfter besuchen?
Wo fühle ich mich wohl?
Was trägt dazu bei, dass ich mich dort wohlfühle?
Was macht für mich die Stadt aus in, der ich lebe? Welche Gebäude, Gegenstände oder Orte fallen mir dazu ein?
Sind es eher materielle oder nicht-materielle Dinge, die für mir beim Leben in der Stadt wichtig sind?
Was macht für mich das Zusammenleben in der Stadt aus?
Wie könnte ein Ort aussehen, an dem sich alle wohlfühlen?
Was gefällt mir in der Stadt, wenn ich es anschaue?
Wo sehe ich Verbesserungs- oder Handlungsbedarf?
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Was braucht der Ort, den wir gestalten?
Wie kann ich das herstellen, was der Ort braucht?
Wollen wir überhaupt einen Ort gestalten oder eher etwas nicht-Physisches, z.B. eine Veranstaltung?
Wofür haben wir zeitliche und finanzielle Ressourcen?
Was ist realistisch umsetzbar?
Wie können vielleicht auch andere von unserem Projekt profitieren?
Wofür haben wir die ausreichende Expertise?
Auf was haben wir Bock?
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Welche Funktionen soll das Projekt erfüllen?
Wie hoch ist der Pflegeaufwand auch nach Abschluss des Projektes?
Wollen wir eher auf Praktikabilität oder Ästhetik setzen?
Welche Materialien wollen wir verwenden?
Wollen wir neues oder gebrauchtes Material verwenden?
Wie viel kostet unser Vorhaben?
Digitale Tools
Auch wenn digitale Tools auf den ersten Blick vielleicht unpassend für die sonst sehr analoge Jugendarbeit wirken, ist es durchaus sehr sinnvoll auch solche Medien zu verwenden. Denn so kommt zum einen etwas Abwechslung in den Workshop. Zum anderen erweist sich die Kombi aus sowohl analogen als auch digitalen Methoden als sehr effektiv. Außerdem bieten sich im digitalen Raum auch noch mehr und andere Möglichkeiten, die man im physischen Raum gar nicht hat.
Es lohnt sich also digitale Tools in deinen CityLab-Workshop miteinzubauen!
Digitale Abstimmungstools
Um sich nach einer Diskussion beispielsweise über die Auswahl der Projektidee für einen Vorschlag zu entscheiden, kann man statt einer Abstimmung per Handzeichen auch eine digitale Option wählen. Diese Abstimmungstools sind zumeist sehr einfach handzuhaben und lassen sich auch anonym einstellen. Ein gutes kostenloses Beispiel ist Slido.
Digitale Notiz- & Skizzentools
Es gibt inzwischen diverse Apps mit denen man eigene No-tizen oder Skizzen anfertigen kann. Das kann dabei helfen, den Ideen eine Form zu verleihen, wenn man sich durch die analog zur Verfügung stehenden Dinge eingeschränkt fühlt. Beispiele für gute digitale Anwendungen dieser Art sind Miro, Notion, Milanote, Sketchbook oder Gimp.