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Warum der ganze Spaß?

Das CityLab ist in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung. Zum einen ermöglicht es jungen Menschen sich aktiv in der städtischen Gestaltung einzubringen. Dabei spielt die sogenannte Partizipation - also die Teilhabe - eine wesentliche Rolle. Zum anderen kann aber auch die Stadt und die städtischen Akteur*innen von den Ideen und der Sichtweise der Jugendlichen lernen. Und auch hinsichtlich der nachhaltigen Entwicklung von Städten birgt das CityLab ein wertvolles Potenzial.

Auf dieser Seite erfährst du, welche vielfältigen Vorteile und Möglichkeiten sich durch ein stadtgestalterisches Projekt entsprechend des CityLab ergeben können und was du dabei ganz persönlich für deine Jugendgruppe mitnehmen kannst.

Wenn du aber lieber direkt loslegen möchtest, so findest du hier einen beispielhaften Leitfaden zum Workshop sowie Methoden & Tools, die dir bei der Umsetzung helfen.

Kräuterspirale beim Liblar CityLab in the making

Was bedeutet Stadtgestaltung?

Stadtgestaltung kann ganz vieles bedeuten. Von non-materiellen Dingen, wie zum Beispiel der Veranstaltung eines Straßenfestes, einer Nachbarschafts-Grillparty oder einer Tauschbörse für gebrauchte Küchenutensilien. Bis hin zu greifbareren Projekten, wie der Bemalung einer großen Haus-wand, dem Anlegen eines Barfußpfads oder der Umge-staltung eines Parks.

Oftmals kennen wir deutsche Städte heutzutage mit grauen Betonpflastern, Mauern und Stadtmöbeln, die nicht gerade zum Verweilen einladen. Dabei werden Städte gerade durch Vielfalt und Gemeinschaft erst lebenswert.

Wie divers und gemeinschaftlich Städte gestaltet sein kön-nen, sieht man beispielsweise beim Blick auf Kopenhagen, Bordeaux oder Helsinki. Genauere Einblicke in verschiedene Formen von Stadtgestaltung bieten Organisationen wie Bureau Detours, Helsinki Urban Art, Bruit du Frigo oder Collectif etc.

Was bedeutet Partizipation?

Bestimmt hast du schon mal von diesem Begriff gehört und so abstrakt er auch klingt, so leicht ist er eigentlich erklärt. Partizipation bedeutet im Grunde einfach nur Teilhabe.

Partizipation ermöglicht es vor allem in der Gesellschaft be-nachteiligten Gruppen, wie Menschen mit Behinderung, an bestimmten Prozessen teilzuhaben. Dabei kann Partizipation zum einen eher passiv sein, beispielsweise wenn man an einer Umfrage der Stadt teilnimmt. Auf der anderen Seite kann sie aber auch von aktiver Natur sein, wenn zum Beispiel Jugend-liche die Möglichkeit bekommen, eigenständig und selbstbe-stimmt eine Mauer in der Stadt zu bemalen.

Obwohl Partizipation politisch bereits an vielen Stellen ver-ankert ist, so gibt es in der tatsächlichen Umsetzung nach wie vor viele Lücken. Dabei trägt Partizipation in großen Teilen zu einer gerechten und resilienten Gesellschaft bei.

Und warum ein Workshop?

Nun ist klar: Partizipation und Stadtgestaltung sind was Feines. Doch wie kann ich jetzt beides verknüpfen und mit meiner Jugendgruppe selbst aktiv werden?

Dazu bietet sich am besten ein Workshop-Format an, denn so kann man ganz ungezwungen mit den Jugendlichen das Thema Stadtgestaltung erforschen und für sich erschließen was einem wichtig ist. Die Jugendlichen können dabei eigene Ideen entwickeln, ohne dabei direkt hohe Hürden überwinden zu müssen. So kann mit ein wenig Unterstützung durch die Leiter*innen (und ggf. mithilfe von Stadtplaner*innen) im kleinen Rahmen ein gestalterisches Projekt in der Stadt umgesetzt werden.

Potenzial für die Jugendgruppe

Wenn Jugendliche mit ihren Ideen und mit ihrer Meinung für die Stadt ernst genommen werden, so bekommen sie ein starkes Gefühl von Selbstwirksamkeit. Dieses Gefühl hilft ihnen auch dabei demokratische Prozesse zu verstehen und ihre intrinsische Motivation zu stärken. Außerdem lernen die Jugend-lichen im Workshop im Team zusammen zu arbeiten und gemeinsam Lösungen zu fin-den. Das fördert zugleich auch ihre Kreativi-tät und den Erfinder*innengeist.

Potenzial für die Stadt & ihre Akteur*innen

Jugendliche sind ein aktiver Teil der Gesell-schaft und wissen zugleich am besten wie sie sich ihre Stadt vorstellen. Auch sie sollten ein Recht auf Mitsprache haben. Daher kann es nur sinnvoll und bereichernd sein, die Perspektiven der jungen Menschen in der Stadtplanung zu berücksichtigen. So werden Städte vielfältiger und gerechter.

Potenzial für die Nachhaltigkeit

Im CityLab können die Jugendlichen im klei-nen Rahmen demokratische Prozesse erpro-ben. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Demokratie auch in Zukunft un-terstützen werden. Zudem spielt auch die Resilienz eine wesentliche Rolle. Denn wenn Städte lebensnaher und gemeinschaftlicher gestaltet sind, so ist auch das soziale Netz in der Gesellschaft stabiler. Dieses Netz kann dann besser die heutigen und zukünftigen Krisen und Herausforderungen abfangen.